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Die Grundlagen der natürlichen Fruchtbarkeit

Der weibliche Körper – Eierstock, Eileiter und Gebärmutter

Die Eierstöcke (Ovarien)

Die Eierstöcke sind kleine ovale Organe, die sich direkt am Ende der Eileiter an beiden Seiten der Gebärmutter im Becken der Frau befinden. In ihnen wird mit Beginn der Pubertät etwa eine halbe Million noch unreifer Eizellen gespeichert. Diese unglaublich große Menge, auch „Eizellreserve“ genannt, wird bereits vor der Geburt einer Frau gebildet und nimmt im Laufe des Lebens auf natürliche Weise ab. Ist die „Reserve“ erschöpft, stellen die Eierstöcke ihre Funktion ein: Die Wechseljahre beginnen.
Nur ein kleiner Anteil der Eizellen einer Frau entwickelt sich im Verlauf des Lebens zu reifen Eizellen. Nach der Pubertät beginnen jeden Monat etwa 10 bis 20 Eizellen innerhalb so genannter Eibläschen (Follikel) mit dem Entwicklungsprozess, in der Regel wird jedoch nur eine Eizelle pro Monat aus einem Eibläschen des Eierstocks freigesetzt und von den Eileitern aufgenommen.

Die Eileiter (Tuben)

Der Eileiter erscheint auf den ersten Blick als einfaches Organ – tatsächlich hat er aber einen komplexen Aufbau, der die Befruchtung von Ei- und Samenzelle unterstützt. Die Eileiter ragen links und rechts knapp unter dem Gebärmutterdach aus dieser heraus und verbinden die Gebärmutter mit dem Eierstock. Die Eileiter haben offene, fächerförmige Enden, die so genannten Eiaufnahmetrichter (Fimbrientrichter), die sich über dem Eierstock frei bewegen und die freigesetzte Eizelle nach dem Eisprung „einfangen“ können. Wenn eine Eizelle aufgenommen wird, zieht sich das Eileiter-Ende in unmittelbarer Nähe des Eierstocks zusammen und die Eizelle wird in Richtung Gebärmutter zu den aufsteigenden Samenzellen transportiert.
Die eigentliche Befruchtung – d. h. das Eindringen eines Samenfadens in die Eizelle – findet auch hier im Eileiter statt. Der entstehende Embryo wird dann durch den Eileiter transportiert und erreicht die Gebärmutter etwa fünf bis sechs Tage nach dem Eisprung. Während des Aufenthaltes im Eileiter werden weibliche Eizelle und die männliche Samenzelle sowie der aus ihnen entstehende Embryo, der „Keim“, durch diesen ernährt.

Die Eileiter haben die folgenden Aufgaben:

Die Gebärmutter (Uterus)

Die Gebärmutter (Uterus) ist ein birnenförmiges Organ, das im weiblichen Becken in der Mitte des Unterbauchs liegt. Sie ist für die Einnistung des Embryos, für den Erhalt und das Wachstum einer Schwangerschaft von großer Bedeutung.
Nach dem Eisprung verändert sich die Gebärmutterschleimhaut und bereitet sich auf die Aufnahme eines Embryos aus dem Eileiter vor: sie wird „einnistungsbereit“. Die Schleimhaut schützt, entwickelt und ernährt den Embryo bis zur Geburt. Nistet sich kein Embryo ein, wird die Gebärmutterschleimhaut mit Beginn des Menstruationszyklus abgestoßen, die Regelblutung setzt ein.
Die Gebärmutter ist durch eine Öffnung (Gebärmutterhals oder Zervix) mit der Scheide verbunden. Der Gebärmutterhals produziert ein Sekret, das im Verlauf des Fortpflanzungszyklus seine Zusammensetzung verändert. Während der fruchtbaren Tage einer Frau – um den Zeitpunkt des Eisprungs herum – ist der Gebärmutterhalsschleim dünn und wässrig, um das Aufsteigen von Samenzellen in die Gebärmutter zu erleichtern. Nach dem Eisprung und/oder während einer Schwangerschaft ist der Gebärmutterhalsschleim zäh und schützt damit die Gebärmutter als Barriere gegen aufsteigende Infektionen. Das Wahrnehmen einer Zunahme an Scheidensekret in der Mitte des Zyklus kann aus diesem Grund ein Anzeichen für einen bevorstehenden Eisprung sein.

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