Aktuelles

06.11.2018
Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir eine/n MTA für unser Andrologie-Labor in Flensburg weiter

05.09.2018
fertilitycenter: Informationsabend für Paare mit Kinderwunsch in Kiel und Flensburg weiter

11.06.2018
Kinderwunschmedizin im fertilitycenter - So viel wie nötig, so wenig wie möglich weiter

Individuelle Behandlung

Zyklusbeobachtung und Verkehr an den fruchtbaren Tagen

Dies ist die einfachste und natürlichste Methode. Mit Hilfe der Zyklusbeobachtung ermitteln wir die fruchtbaren Tage der Frau im Monatszyklus. An diesen Tagen sollten Sie dann Verkehr haben. Daher wird diese Behandlung in der Fachsprache auch als „Verkehr zum Optimum“ (VZO) bezeichnet. Vorher müssen wir sicherstellen, dass zumindest ein Eileiter durchgängig und funktionsfähig ist und keine Einschränkung der männlichen Fruchtbarkeit besteht.
Die fruchtbaren Tage Ihres natürlichen weiblichen Zyklus’ werden dabei optimal durch Ultraschall- und Hormonuntersuchungen bei uns erfasst. Auf diese Weise können Zahl, Größe und Reife der Eibläschen (Follikel) genau beurteilt werden. So lassen sich die fruchtbaren Tage genauer und aussichtsreicher ermitteln als mit anderen Methoden wie z. B. dem Temperaturmessen. Ergänzend kann der Zyklus, soweit dies z. B. bei einer Störung der Eireifung erforderlich ist, durch eine medikamentöse Stimulation des Eibläschen-Wachstums und das Auslösen des Eisprunges angeregt werden.

Zyklusbeobachtung und Verkehr an den fruchtbaren Tagen
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Zyklusbeobachtung und Verkehr an den fruchtbaren Tagen

Anregen des Eibläschenwachstums und Auslösen des Eisprungs

Ist die Ursache für Ihren unerfüllten Kinderwunsch ein verspäteter oder gar ausbleibender Eisprung, können wir Ihre Aussichten auf eine Schwangerschaft mit einer Hormonbehandlung in Form von Tabletten (z. B. Clomiphen vom 3. bis 7. Zyklustag) verbessern. Nach der Einnahme kontrollieren wir mittels Ultraschall und Hormonmessung Anzahl und Größe der wachsenden Eibläschen. Ist ein sprungreifes Eibläschen (Follikel) vorhanden, lösen wir den Eisprung (Ovulation) mit einer Hormongabe aus.
Sollte die Tablettengabe in ihrer Wirkung nicht ausreichend sein, können wir die Behandlung auch mit niedrig dosierten Gaben des natürlichen eibläschen- oder follikelstimulierenden Hormons (FSH) fortsetzen. Nach Auslösen des Eisprungs sollten Sie dann – wie oben – zum optimalen Zeitpunkt Verkehr haben. Manchmal kann es zudem sehr hilfreich sein, wenn der Samen des Partners zusätzlich in die Gebärmutter gegeben wird (Samenübertragung oder). Welche Schritte für Sie die richtigen sind, entscheiden wir jedoch gemeinsam in Ihrem individuellen Fall.

Die Insemination – Samenübertragung

Die Samenübertragung wird vor allem bei leichtgradiger, männlicher Fruchtbarkeitsstörung eingesetzt, aber auch in anderen Fällen:

Unter einer Samenübertragung versteht man das Einspülen von konzentrierten, beweglichen Samenfäden des Mannes in die Gebärmutterhöhle der Frau. Diese wird mit der oben beschriebenen Zyklusbeobachtung und ggf. Anregung des Eibläschen-Wachstums kombiniert. Auch hier prüfen wir erst einmal je nach Situation mit Hilfe einer Ultraschalluntersuchung (Echovist®) oder einer „Schlüssellochoperation“ (Bauchspiegelung), ob der Eileiter durchgängig ist. Wichtig für Sie: Die Kosten für diese Untersuchung werden von der Kasse voll übernommen.

Die Behandlung beginnt beim Mann: Beträgt Ihr Fahrtweg zum fertilitycenterkiel weniger als eine Stunde, kann das Ejakulat am Tag der geplanten Samenübertragung bequem bei Ihnen zu Hause gewonnen und vor der Insemination bei uns abgegeben werden. Dabei müssen Sie unbedingt auf einen körperwarmen Transport (z. B. in der Jackeninnentasche) achten. Alternativ können Sie das Ejakulat natürlich auch in unserer Praxis gewinnen. Für diesen sehr intimen Vorgang gibt es bei uns extra ausgestattete Räumlichkeiten, in denen Sie selbstverständlich völlig ungestört sind und eine möglichst angenehme Atmosphäre vorfinden.

Nun wird die Frau behandelt: Eine etwa 20 bis 30 Minuten dauernde, spezielle Aufbereitung führt zu einer Konzentration und Reinigung beweglicher Samenfäden. Diese werden anschließend mit Hilfe eines feinen Röhrchens in die Nähe der Eileiter gespült. Dabei kann Ihr Partner natürlich gern anwesend sein. Der Vorteil dieser Methode: Dadurch, dass gut bewegliche und befruchtungsfähige Spermien direkt in der Gebärmutter deponiert werden, müssen sie den manchmal zähen Schleim im Gebärmutterhals nicht überwinden. Es finden sich schließlich optimal bewegliche Spermien am Ort der Befruchtung, im Eileiter. Dies ist auch der natürliche Ort der Empfängnis. Selbstverständlich können Sie am Tag der Samenübertragung oder danach Verkehr zusätzlich haben – das empfehlen wir sogar, weil es Ihre Chancen eventuell sogar verbessern kann.

Die Insemination – Samenübertragung
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Die Insemination – Samenübertragung

Die Insemination kann in mehreren Zyklen durchgeführt werden. Ihre Schwangerschaftschancen belaufen sich auf etwa 10 bis 20 % pro Behandlungszyklus. Eine Samenübertragung kann auch mit gespendetem Fremdsamen durchgeführt werden, z. B. wenn der Partner keine oder nur sehr eingeschränkte Samenparameter aufweist. Diese Methode ist in Deutschland im Gegensatz zur Eizell- Spende gesetzlich erlaubt, wird allerdings von der Krankenkasse nicht übernommen.

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Die IVF- Behandlung – Unterstützte Befruchtung außerhalb des Körpers